Als technologieorientierter Auftragsfertiger mit starker Lieferkette ist Jabil die Marke hinter der Marke. Das Unternehmen produziert für mehr als 400 der größten Firmen weltweit. Von Elektrofahrzeugkomponenten über komplexe Medizintechnik bis hin zu Solarwechselrichtern und Unterhaltungselektronik: Jabil ist mit über 100 Standorten in mehr als 25 Ländern global präsent. Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht ein ehrgeiziges Ziel: die Position als technologisch fortschrittlichster und vertrauenswürdigster Anbieter der Fertigungsindustrie.
Die Herausforderung der Fragmentierung
Jabil expandiert sowohl aus eigener Kraft als auch durch durchschnittlich zwei bis drei Übernahmen jährlich. Diese Fragmentierung bereitete dem HR-Team immer mehr Probleme. Im Unternehmen waren sieben isolierte HCM-Plattformen im Einsatz, die nicht miteinander kommunizierten. Die Konsequenz: Datensilos, inkonsistente Prozesse und große Effizienzverluste.
„Aus HCM-Perspektive gerieten wir schlicht an unsere Grenzen“, erklärt Gary Schick, SVP und CHRO bei Jabil. „Jeder hatte eigene Systeme. Wie Sie sich vorstellen können, führt das zu unzähligen verschiedenen Prozessen und Abläufen. Und zu einer Menge Ineffizienz.“
Das Leadership-Team erkannte: Um das künftige Wachstum von Technologie und Mitarbeitern zu stemmen, brauchte es eine einheitliche Grundlage.
Standardisierung für Erfolg und Skalierbarkeit
Jabil konsolidierte seine sieben Legacy-Systeme auf einer einheitlichen Plattform mit Workday Human Capital Management. Die erste Implementierung für 240.000 Mitarbeiter in über 35 Ländern wurde in der Rekordzeit von 17 Monaten abgeschlossen.
Dieser Schritt machte die Vorteile unmittelbar und klar erkennbar. Jabil sparte jährlich über 4,5 Millionen US-Dollar allein durch die Stilllegung von Legacy-Systemen. Neben der reinen Kostenersparnis konnte die HR-Abteilung nun endlich kritische Prozesse weltweit standardisieren – darunter Recruiting, Vergütung und Talentmanagement. Auch die Integration neuer Teammitglieder und Standorte nach Übernahmen verlief dank Workday nahtlos.
Dank dieser Umstellung konnten sich die HR-Führungskräfte voll auf die Mitarbeitererfahrung konzentrieren. Gleichzeitig sorgte die Automatisierung für detailliertere Einblicke in den Talentbeurteilungsprozess und mehr Transparenz denn je. Vor der Einführung von Workday bewertete das Unternehmen lediglich seine 100 Top-Führungskräfte im Hinblick auf die Nachfolge. Heute greift das Unternehmen in der Nachfolgeplanung auf mehr als 12.000 Datenpunkte zurück. So gelingt es, die nächste Generation von Führungskräften und Managern gezielt aufzubauen.
Die Automatisierung mit der Workday-Plattform zeigt konkrete Wirkung. „Wir konnten unseren Talentbeurteilungsprozess vollständig automatisieren. Das liefert uns heute detailliertere Einblicke in die Kompetenzdaten und Karriereinteressen unserer Belegschaft. So können wir die interne Mobilität im Unternehmen gezielt fördern“, freut sich Hassan Shamseddine, Senior Director HR Operations & Technology.
Auch die Mitarbeiter profitieren direkt: Ein überarbeitetes, in Workday automatisiertes Programm für Dienstjubiläen sorgt für Begeisterung. Die Integration identifiziert automatisch die berechtigten Mitarbeiter, benachrichtigt sie und wickelt sowohl die Zertifikatsübergabe als auch die Einmalzahlung ab. Das bringt jährliche Einsparungen von mehr als 300.000 US-Dollar.
Intelligente Kompetenzen für die Zukunft
Die nächste Entwicklungsstufe von Jabil rückt Kompetenzen und Talententwicklung in den Mittelpunkt. Auf diese Weise unterstützt das Unternehmen bestehende Mitarbeitende und künftige Kandidaten mit klaren Perspektiven für ihre Entwicklung.
Zudem schaffen Automatisierung und KI völlig neue und erweiterte Rollen. „Wir konzentrieren uns darauf, Menschen mit bestimmten Kompetenzen zu fördern, damit sie in diese neuen Positionen hineinwachsen können“, sagt Schick.
Die Workday Skills Cloud hilft Jabil bei der grundlegenden Entscheidung, ob Talente intern aufgebaut, extern rekrutiert oder projektbezogen geliehen werden sollten. Mithilfe der Workday-Plattform und Workday Prism Analytics kann Jabil Kompetenzlücken in der aktuellen Belegschaft aufdecken und gezielt in die Weiterqualifizierung für die Zukunft investieren. So konnte der Zeitaufwand für das globale Headcount-Reporting um beeindruckende 99 % reduziert werden.
Entscheidend für diese Kompetenzstrategie ist die Integration von Workday AI entlang des gesamten Talentlebenszyklus – vor allem in den Bereichen Recruiting, Management und Learning. „Unsere KI-Strategie bestand darin, unsere Unternehmensanwendungen zu nutzen, um unsere KI-Roadmap aktiv voranzutreiben“, erklärt Shamseddine.
„Dabei ist uns der menschenzentrierte Aspekt unglaublich wichtig. KI kann wertvolle Empfehlungen liefern. Doch am Steuer muss der Mensch bleiben, um Ergebnisse zu überprüfen und Personalentscheidungen zu treffen“, so Shamseddine.
Für Jabil bedeutet die Partnerschaft mit Workday weit mehr als bloße Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen. Es geht darum, die Basis für kontinuierliche Innovation zu schaffen. „Jabil schätzt die Partnerschaft mit Workday sehr. Gemeinsam kommen wir schneller voran und bleiben auf Erfolgskurs“, resümiert Schick.
Dabei ist uns der menschenzentrierte Aspekt unglaublich wichtig. KI kann wertvolle Empfehlungen liefern. Doch am Steuer muss der Mensch bleiben, um Entscheidungen zu treffen.
Senior Director HR Operations & Technology