Künstliche Intelligenz hat verändert, wie Unternehmen über Technologie denken. Noch vor wenigen Jahren ging es bei der digitalen Transformation vor allem darum, Prozesse zu verbessern, Teams besser zu vernetzen und Arbeitsabläufe im gesamten Unternehmen effizienter zu gestalten. Heute beginnt die Diskussion oft an einem anderen Punkt: Geben wir Mitarbeitenden einen KI-Assistenten – und bessere Ergebnisse werden folgen.
Die Idee klingt einfach. Ob sie tatsächlich funktioniert, ist eine andere Frage.
In dieser Executive Conversation, live aufgezeichnet beim Workday Elevate Berlin, spricht Host Lasse Rindom mit Angelique de Vries, President EMEA bei Workday, und Alexandra Kuchta, Senior Client Partner bei Korn Ferry, darüber, was passiert, wenn KI Menschen nicht mehr nur bei ihrer Arbeit unterstützt, sondern beginnt, Teile dieser Arbeit selbst zu übernehmen.
Die Diskussion macht einen Wandel deutlich, den viele Unternehmen gerade erst zu erkennen beginnen. KI geht zunehmend über das Verfassen von E-Mails, das Zusammenfassen von Meetings oder die Unterstützung bei einzelnen Aufgaben hinaus. Sie wird Teil davon, wie Unternehmen ihr operatives Geschäft steuern. Und damit verändern sich auch die Erwartungen an Unternehmenssoftware. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, wie viele Funktionen eine Plattform bietet. Sondern ob sie Menschen dabei unterstützt, innerhalb realer Geschäftsprozesse fundierte Entscheidungen zu treffen.
Dafür braucht es Kontext. HR und Finance arbeiten innerhalb klar definierter Prozesse, Berechtigungen und Governance-Anforderungen. Die Qualität der Daten ist dabei genauso entscheidend wie die Qualität des zugrunde liegenden Modells. In diesen Bereichen reicht eine Antwort, die nur teilweise richtig ist, möglicherweise nicht aus, um darauf eine Entscheidung oder Handlung aufzubauen. Je leistungsfähiger KI wird, desto stärker verschiebt sich der Fokus deshalb vom Modell selbst hin zu dem geschäftlichen Umfeld, in dem es eingesetzt wird.