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Globale Studie: Wie Technologieunternehmen unternehmensweite Agilität fördern

Technologieunternehmen erfüllen viele der notwendigen Voraussetzungen für unternehmensweite Agilität. Wie können sie die gängigen Hürden auf dem Weg dorthin überwinden?

 

Dieser von Jeremiah Barba verfasste Beitrag wurde erstmals auf Englisch im Workday-Blog veröffentlicht. Unsere deutschsprachigen Leser finden im Folgenden eine übersetzte Version.

Führende Unternehmen im Technologiesektor wissen, dass sie sich weiterentwickeln müssen, um zu überleben. Das gilt für Start-ups, die schwarze Zahlen schreiben wollen, genauso wie für etablierte Unternehmen, die mit wechselnden Trends im Consumer-Bereich Schritt halten müssen. Unternehmensweite Agilität ist inzwischen eine essenzielle Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg.

Unsere globale Umfrage unter 998 Führungskräften, „Unternehmensweite Agilität: Wichtiger Treiber des digitalen Wachstums“, zeigt, dass sich die meisten von ihnen der Bedeutung der unternehmensweiten Agilität für das langfristige digitale Wachstum bewusst sind. Darüber hinaus lassen die Ergebnisse der Studie einen engen Zusammenhang zwischen digitalem Umsatzwachstum und unternehmensweiter Agilität erkennen.

So zeigte sich, dass der Technologiesektor unter den Branchen mit den besten Prognosen zur digitalen Umsatzentwicklung innerhalb der nächsten drei Jahre an vierter Stelle nach Medien, Gastgewerbe und Hochschulwesen steht. Mit Blick auf die Strategie zur Förderung des digitalen Wachstums muss jedoch noch einiges an Boden wettgemacht werden.

Wir bestimmten fünf grundlegende Verhaltensweisen, die für Agilität im Unternehmen entscheidend sind. Anschließend betrachteten wir, wie stark die Studienteilnehmer diese Verhaltensweisen verinnerlicht hatten und teilten sie in entsprechende Gruppen ein. Die Gruppe der „Vordenker“ (15 Prozent der Befragten) erzielte bei allen fünf Verhaltensweisen hohe Performance-Werte, während sich die Gruppe der „Progressiven“ (30 Prozent der Befragten) in vier Kategorien leistungsstark zeigte. Die Gruppe der „Nachzügler“ (55 Prozent) wiederum zeichnete sich durch drei oder weniger der untersuchten Verhaltensweisen aus.

Dies sind die fünf Verhaltensweisen, die für unternehmensweite Agilität ausschlaggebend sind:

  • Kontinuierliche Planung: Kontinuierliche Planung in Echtzeit verleiht Vordenkern die nötige Geschwindigkeit, Agilität und Dynamik, um Innovationen erfolgreich umzusetzen.
  • Flexible Strukturen und Prozesse: Führende Unternehmen etablieren flexible Organisationsstrukturen und -prozesse. Rund die Hälfte gibt an, Mitarbeiter ihren Kompetenzen entsprechend rasch neu zuteilen zu können.
  • Weiterqualifizierung der Belegschaft: Vordenker haben mit viel höherer Wahrscheinlichkeit als Nachzügler Programme zur Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter implementiert und sind viel eher dazu bereit, deren Einbindung ins Unternehmen durch konkrete Maßnahmen zu fördern.
  • Informierte und eigenständige Entscheidungsfindung: Bei 80 Prozent der als „Vordenker“ eingestuften Unternehmen können alle Mitarbeiter auf aktuelle und relevante Daten zugreifen und sind hinreichend informiert, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
  • Messung und Steuerung: Vordenker haben signifikante Fortschritte bei der Entwicklung von Tools und Kennzahlen zur Messung der Performance digital getriebener Innovationen erzielt. Dadurch können Fehler frühzeitig erkannt werden: 94 Prozent geben an, dass sie bei schwindenden Erfolgsaussichten eines Projekts im Handumdrehen den Kurs ändern können.

In unserer Studie untersuchten wir die unternehmensweite Agilität nach Branche. Im Technologiesektor wurden 13 Prozent der Befragten als Vordenker, 58 Prozent (überraschenderweise) als Nachzügler und 29 Prozent als Progressive eingestuft.

 

 

Hier sind einige der wichtigsten Erkenntnisse im Hinblick auf die befragten Technologieunternehmen:

  • Digitale Umsatzquellen werden sich langfristig durchsetzen. 44 Prozent der Befragten erwarten, dass ihre Umsätze innerhalb der nächsten drei Jahre zu mehr als 50 Prozent aus digitalen Quellen stammen werden.
  • Digitale Innovation erfordert Agilität. 77 Prozent gaben an, dass sich ihre Wachstumsstrategie durch digitale Innovation ständig weiterentwickelt.
  • Technologieunternehmen sind bereit, die richtigen Schritte zu unternehmen. 67 Prozent gaben an, dass Mitarbeiter im Unternehmen schnell anderen Bereichen zugeteilt werden können, in denen sich neue Umsatzchancen ergeben oder in denen ihre Kompetenzen benötigt werden. Jene Unternehmen mit geringer interner Personalmobilität (14 Prozent) beklagten hingegen eine bürokratische Kultur als größte Hürde.
  • Weiterqualifizierung hat Hochkonjunktur. 73 Prozent der Befragten unterstützen nach eigenen Angaben die Personalentwicklung im Unternehmen, indem sie ihre Mitarbeiter motivieren, sich neue Kompetenzen anzueignen.
  • Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt erhalten die verdiente Förderung. 66 Prozent gaben an, dass kundenorientierte Mitarbeiter („Frontline“-Mitarbeiter) hinreichend informiert sind, um Entscheidungen für ein besseres Kundenerlebnis zu treffen.
  • Zugriff auf digitale Tools. 73 Prozent vermeldeten, dass sie Zugriff auf die nötigen Tools haben, um die Performance neuer digitaler Produkte und Serviceleistungen zu bewerten.

 

Hürden für die unternehmensweite Agilität

Obwohl viele Technologieunternehmen die Voraussetzungen erfüllen, fällt es ihnen nicht immer leicht, sich die fünf Verhaltensweisen für unternehmensweite Agilität anzueignen.

Aufgrund des dynamischen Arbeitsumfelds werden Planungsprozesse in Echtzeit immer wichtiger. Die Technologieunternehmen sind durchaus bestrebt, solche Planungsprozesse in ihr Betriebsmodell zu integrieren. Doch dabei stehen ihnen vor allem unflexible Alttechnologien, eine bürokratische Unternehmenskultur und ein Mangel an relevanten Mitarbeiterkompetenzen im Weg.

Darüber hinaus wollen sie ihre Geschäftsprozesse modernisieren, um auf die wechselnden Anforderungen des Unternehmens zu reagieren. Dabei stoßen sie jedoch auf ähnliche Hindernisse: Bürokratie, unflexible Alttechnologien und die mangelnde Bereitschaft, sich von diesen zu trennen.

 

Relevante Kennzahlen auf Basis der richtigen Daten

Um unternehmensweite Agilität im Technologiesektor zu erzielen, sind zwei Aspekte entscheidend: die Festlegung geeigneter KPIs und die Gewährleistung, dass die richtigen Daten für die jeweiligen Stakeholder zugänglich sind.

56 Prozent der Führungskräfte von Technologieunternehmen geben an, dass ihre KPIs den Anforderungen des digitalen Zeitalters nicht gerecht werden. Dies untermauert die Erkenntnis, dass Agilität nur dann möglich ist, wenn zunächst relevante Ziele abgesteckt und einschlägige Messwerte festgelegt werden. Wer den richtigen Kurs einschlagen will, um sich im digitalen Zeitalter als Vordenker zu positionieren, braucht einen geeigneten Ausgangspunkt.

Um das gesamte Unternehmen agil aufzustellen, ist es zudem wichtig, dass die richtigen Mitarbeiter Zugriff auf die benötigten Daten haben. Nur 46 Prozent der Führungskräfte von Technologieunternehmen halten dies für gegeben. Mehr als die Hälfte gab an, dass ihre Daten oft veraltet und isoliert sind. Auch haben unserer Studie zufolge lediglich 18 Prozent der Mitarbeiter Zugriff auf die Daten, die sie benötigten, um Kundenfragen zu beantworten.

Um im Hinblick auf unternehmensweite Agilität echte Fortschritte zu erzielen, sollten sich Technologieunternehmen auf die Festlegung der geeigneten Ziele konzentrieren und dafür sorgen, dass die richtigen Stakeholder Zugriff auf die von ihnen benötigten Daten erhalten.

Sehen Sie sich die Zusammenfassung der Ergebnisse von „Unternehmensweite Agilität: Wichtiger Treiber des digitalen Wachstums“ an oder laden Sie die vollständige Studie herunter.