Was sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)?
Ein KMU ist ein Unternehmen, dessen Mitarbeiterzahl, Umsatz und Assets unter einem bestimmten Wert liegen, wobei die Definition dieses Grenzwerts schwierig sein kann. Entdecken Sie, wie verschiedene Regionen KMU definieren und wie Ihr kleines oder mittelständisches Unternehmen seine Stärken optimal ausspielen kann.
Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind Jahr für Jahr ein tragender Bestandteil der globalen Wirtschaft. Dennoch gibt es keine einheitliche Definition des Begriffs KMU. Nicht nur variiert die Definition je nach Land, sondern auch je nach Branche und Regulierungsbehörde. Ohne Klarheit über die eigene Klassifizierung wird es für ein Unternehmen fast unmöglich, eine erfolgreiche Strategie zu entwickeln.
Die meisten Definitionen für kleine und mittelständische Unternehmen leiten sich aus der Mitarbeiterzahl ab. Ganz gleich, ob Sie 50 oder 500 Mitarbeiter haben – wichtig ist eine Strategie, die auf Ihre aktuelle Größe zugeschnitten ist und Ihr Wachstumspotenzial berücksichtigt. Das bedeutet: Lösungen mit dem größten Mehrwert identifizieren, eine skalierbare Mitarbeiter-Experience schaffen und die richtigen Partner finden, die Sie vom Mikrounternehmen bis zur globalen Präsenz begleiten.
Was bedeutet KMU?
Die Abkürzung KMU steht für kleine und mittelständische Unternehmen und wird im Sprachgebrauch oft synonym für kleine und mittlere Unternehmen verwendet. KMU sind Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern, wobei dieser Wert je nach Region und Branche unterschiedlich ausfällt. Auch andere Faktoren können die Einstufung als KMU beeinflussen, wie zum Beispiel Jahresumsatz und gehaltene Assets.
Im Allgemeinen sind KMU Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern, wobei dieser Wert je nach Region und Branche unterschiedlich ausfällt.
Deshalb bildet diese KMU-Definition nur einen kleinen Ausschnitt des Gesamtbilds ab. Da jedes Land unterschiedliche Klassifizierungen und entsprechende Richtlinien verwendet, ist eine weiterführende Recherche unerlässlich. So definieren verschiedene Rechtsordnungen KMU je nach Unternehmensart unterschiedlich.
Wie definieren die USA KMU?
Im Vergleich zu anderen Ländern legen die USA bei der Definition von KMU häufig höhere Maßstäbe an. Als Orientierungshilfe dient die Small Business Administration (SBA), eine US-Regierungsbehörde zur Unterstützung von kleinen Unternehmen. Sie klassifiziert kleine Unternehmen nach dem durchschnittlichen Jahresumsatz oder der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.
Ein kleines Unternehmen gilt in der Regel als solches, wenn es weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigt. Allerdings unterscheiden sich diese Größenstandards je nach Branche. In der Fertigung ist dieser in der Regel höher, im Großhandel dagegen niedriger. Einige Beispiele verdeutlichen die möglichen Abweichungen:
Herstellung von Speiseeis und gefrorenen Desserts: 1.000 Mitarbeiter
Solar-Stromerzeugung: 500 Mitarbeiter
Möbelgroßhändler: 100 Mitarbeiter
Während die Definition der Obergrenze eines KMU unterschiedlich ist, bleibt die Untergrenze konstanter. Die SBA klassifiziert für gewöhnlich Unternehmen mit unter 10 Mitarbeitern als Kleinbüro/Home Office (SOHO).
Wie definieren EU und Großbritannien KMU?
In den wesentlichen Punkten stimmen EU und Großbritannien bei der Definition eines KMU überein. Im Jahr 2022 änderte die britische Regierung jedoch die Obergrenze für KMU von 249 auf 499 Mitarbeiter. Ansonsten verwenden die britischen und EU-Behörden weiterhin dieselben Definitionen für Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen. Sie lauten wie folgt:
Kleinstunternehmen: 0 bis 9 Mitarbeiter, mit einem Jahresumsatz (d. h. Ertrag) oder einer Bilanzsumme von maximal 2 Mio. €
Kleines Unternehmen: 10 bis 49 Mitarbeiter, mit einem Jahresumsatz oder einer Bilanzsumme von maximal 10 Mio. €
Mittleres Unternehmen: 50 bis 249 (EU) oder 50 bis 499 (Großbritannien) Mitarbeiter, mit einem Jahresumsatz unter 50 Mio. € oder einer Bilanzsumme unter 43 Mio. €
Darüber hinaus gelten in Großbritannien je nach Aufsichtsbehörde verschiedene Regelungen und Begriffsbestimmungen. Der Companies Act 2006 definierte beispielsweise verschiedene Unternehmenskategorien: Kleinstunternehmen, kleine Unternehmen und mittelständische Unternehmen. Bei Companies House gelten für jede dieser Klassifizierungen andere Werte als die zuvor genannten. Im Umgang mit britischen Behörden ist es wichtig zu verstehen, wie sich diese verschiedenen Klassifizierungen und Kategorien auf Sie auswirken.
Wie definiert China KMU?
Die KMU-Definition in China ist zwar komplex, orientiert sich aber an ähnlichen Mustern wie andere Rechtssysteme. Das chinesische KMU-Förderungsgesetz von 2003 berücksichtigt drei Faktoren: die Anzahl der Mitarbeiter, die Gesamtassets und den Betriebsumsatz. Wie in den USA spielt auch die Branche, in der ein Unternehmen tätig ist, eine entscheidende Rolle bei der Festlegung dieser Grenzwerte. Die folgenden Beispiele veranschaulichen, welchen Einfluss verschiedene Branchen auf diese Werte haben.
Das KMU-Förderungsgesetz legt für chinesische Bauunternehmen Folgendes fest:
Klein sind Unternehmen mit weniger als 600 Mitarbeitern, Gesamtassets unter 40 Millionen RMB und einem Jahresumsatz unter 30 Millionen RMB
Mittelständisch sind Unternehmen mit weniger als 3.000 Mitarbeitern, Gesamtassets unter 400 Millionen RMB und einem Jahresumsatz unter 300 Millionen RMB
Dagegen werden chinesische Handelsunternehmen folgendermaßen definiert:
Klein sind Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern und Gesamtassets unter 10 Millionen RMB
Mittelständisch sind Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und Gesamtassets unter 150 Millionen RMB
In den USA gibt es 33.185.550 kleine Unternehmen, – das entspricht einem Anteil von 99,9 %.
Chinas jüngster Fünfjahresplan nimmt KMU gezielt ins Visier und setzt konkrete Ziele, um deren jährliche Wachstumsrate und Pro-Kopf-Betriebseinkommen bis 2025 zu steigern. Künftig spielen KMU zweifellos eine zentrale Rolle in Chinas Wirtschaft – doch warum ist das für den Rest der Welt wichtig?
Ist es wichtig, ob ein Unternehmen als KMU gilt?
Laut SBA gibt es in den USA 33.185.550 kleine Unternehmen, – das entspricht einem Anteil von 99,9 %. Auch in Großbritannien stellten KMU 2023 mit 5,5 Millionen Unternehmen 99,9 % der gesamten Wirtschaft dar. Und in China steuern KMU 60 % zum Gesamt-BIP bei und machen 50 % des nationalen Steueraufkommens aus. KMU sind nicht nur überall präsent; sie sind lebenswichtig für den globalen Markt.
Viele KMU mit Wachstumsambitionen nehmen sich große Unternehmen zum Vorbild. Das erweist sich allerdings oft als Fehler. Ein Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern funktioniert anders als ein Großkonzern – und das aus gutem Grund. Wer als KMU gegen größere Unternehmen bestehen will, spielt die eigenen Stärken aus – nicht die des größeren Konkurrenten.
Wenn Sie sichergestellt haben, dass Ihr Unternehmen die KMU-Kriterien erfüllt, geht es im nächsten Schritt darum, eine Strategie auf Basis Ihrer bestehenden Größe zu erarbeiten. KMU punkten mit mehreren Vorteilen, die größere Unternehmen nicht bieten:
Flexibilität: Wenig überraschend sind KMU deutlich agiler als große Unternehmen. KMU können nicht nur auf neue Markttrends flexibel reagieren, sondern auch ihren Tech-Stack dynamischer gestalten. Großunternehmen stecken oft in veralteten Technologien fest, während KMU neue Arbeitsmodelle viel schneller einführen können.
Innovation: Während Großunternehmen meist bestehende Produkte weiterentwickeln, entwickeln KMU häufig völlig neue Produkte und Dienstleistungen. Doch das Innovationspotenzial sollte nicht nur im Angebot für Kunden sichtbar sein. KMU sollten Vorreiter bei internen Innovationen sein: durch intelligente Vernetzung isolierter Datensilos, den gezielten Einsatz von KI oder Selfservice-Optionen, die Mitarbeiter eigenständig handeln lassen.
- Finanzierung und Unterstützung: Ein Hauptnachteil für kleine und mittelständische Unternehmen im Vergleich zu größeren Wettbewerbern ist ihr schwerer Zugang zu Kapital. Zum Glück haben viele Regierungen weltweit – wie oben erwähnt – Förderprogramme für KMU ins Leben gerufen. Die Nutzung dieser Initiativen ist ein wesentlicher Grund, den offiziellen KMU-Status anzustreben.
So fördern KMU langfristiges Wachstum
KMU beschäftigten 2023 rund 61,7 Millionen US-Amerikaner und stellten damit 46,4 % aller Arbeitskräfte im Privatsektor. Angesichts einer derart starken Konkurrenz müssen KMU jeden möglichen Wettbewerbsvorteil nutzen. Das bedeutet: bewährte Lösungen wählen und mit verlässlichen Partnern zusammenarbeiten, die nachweislich erfolgreich sind.
In China steuern KMU 60 % zum Gesamt-BIP bei und machen 50 % des nationalen Steueraufkommens aus.
Den richtigen Anbieter für Ihr Unternehmen finden heißt, Lösungen zu suchen, die für jedes Unternehmen funktionieren – egal ob klein oder groß. Das bedeutet, die Lösung sollte intuitiv genug für kleinere Teams sein und gleichzeitig die fortschrittlichen Funktionen bieten, die ein größeres Unternehmen benötigt. So wird die Expansion in jeder Phase Ihrer Unternehmensentwicklung problemlos möglich.
Bei Workday verstehen wir den enormen Wert von KMU für die Weltwirtschaft und wie sie am effizientesten arbeiten können. In der Tat spielen KMU eine Hauptrolle in unserem Geschäft – über 75 % unserer Kunden sind kleine und mittelständische Unternehmen. Das liegt daran, dass Workday flexibel genug ist, um den Bedürfnissen, Servicelevels und gewünschten Unternehmensergebnissen von Unternehmen jeder Größe gerecht zu werden – egal ob mit 1.000 oder 10.000 Mitarbeitern.
Möchten Sie erfahren, wie Workday Ihr Unternehmen bei kontinuierlichem Wachstum begleiten kann? Lesen Sie, wie unsere Lösungen für Unternehmen jeder Größe funktionieren.