Die Vertrauensebene, die nur das Management aufbauen kann
Je mehr KI die Arbeit verändert, desto mehr muss das Management die KI-Nutzung für die Teams verständlich, sicher und legitim gestalten. Vertrauen erfordert klare Grenzen: was Agenten tun dürfen, nach welchen Regeln sie arbeiten, wann sie eigenständig handeln, wann sie im Namen eines Mitarbeiters agieren und wie ihre Aktionen auditiert werden.
Das Agenten-Managementmodell unterscheidet zwei Verfahren: den „Ambient-Modus“, in dem der Agent eigenständig mit seinen eigenen Berechtigungen handelt, sowie den „Delegate-Modus“, in dem der Agent stellvertretend für einen Menschen mit dessen Berechtigungen agiert. Manager müssen ausreichend versiert sein, um ihren Teams diese Unterschiede zu erklären und sicherzustellen, dass jedem klar ist, wer die Verantwortung trägt.
Auf Unternehmensebene legen Governance-Frameworks den Schwerpunkt auf Agenten-Identitäten, Zugriff nach dem Minimalprinzip (Least-Privilege), Rückverfolgbarkeit, kontinuierliches Monitoring und die Analyse geschäftlicher Auswirkungen. Die IT- und HR-Abteilungen sind wahrscheinlich für den Großteil dieser Infrastruktur verantwortlich. Doch Manager werden zunehmend zu lokalen Verantwortlichen der KI-Einführung.
Aktuelle Daten von Workday zeigen, dass die Nachfrage nach KI-Kompetenz – der alltäglichen Fähigkeit, KI-Lösungen zu nutzen – zwischen September 2025 und April 2026 branchenübergreifend zurückgegangen ist. Berücksichtigen Unternehmen diese Kompetenzen bei der Einstellung nicht, fehlt den Teams oft die nötige Grundlage, neue Technologien wirkungsvoll zu nutzen.
Manager sind dafür prädestiniert, die KI-Kompetenz voranzutreiben – vorausgesetzt, Unternehmen priorisieren diese Kompetenz auch tatsächlich. Da KI zunehmend Koordinations- und Verwaltungsaufgaben übernimmt, können Manager Prozesse evaluieren und beurteilen, wie sinnvoll Agenten in realen Workflows eingesetzt werden – und ob Teams KI als Unterstützung statt als Überwachung oder undurchsichtige Kontrolle erleben.