Die wichtige Rolle von HR bei der Neugestaltung der Arbeit
In einer Befragung von 6.100 Fachkräften aus den Bereichen HR, Finanzen, IT und Operationsfanden wir heraus: 82 % verbringen viel Zeit damit, die Arbeit zwischen Teams oder Systemen zu koordinieren oder zu übertragen, 81 % verwenden Zeit darauf, Informationen zwischen Lösungen zu verschieben, 77 % konzentrieren sich auf den Abgleich widersprüchlicher Daten und 70 % verbringen viel Zeit mit administrativen Aufgaben, die Reibungsverluste verursachen.
Wenn KI als zusätzliche Ebene auf fehlerhafte Workflows aufgesetzt wird, kann dies ungleiche Bedingungen noch verschärfen. Deshalb muss HR dabei helfen, die Arbeit selbst neu zu gestalten – angefangen bei den Aufgaben, die unbeliebt sind. Romero schlägt vor, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, und mit einfachen, alltäglichen Aufgaben wie wiederkehrenden Status-Updates zu beginnen, statt mit komplexer technischer Arbeit.
Diskussionen über verantwortungsvolle KI konzentrieren sich oft auf Datenschutz, Sicherheit und Voreingenommenheit („Bias“). Romero ergänzt inklusionsfokussierte Fragen: Ist die Lösung von Grund auf barrierefrei? Berücksichtigt sie globale Nuancen? Und nutzen wir KI, um allen mehr Wachstumschancen zu eröffnen – oder zementieren wir nur bestehende Barrieren? KI hilft bereits vielen Menschen, schneller zu agieren – 54 % der Mitarbeitenden weltweit sagen, sie habe die Arbeitsproduktivität beschleunigt –, doch Geschwindigkeit allein ist kein Garant für neue Chancen.
Die größere Chance besteht hier darin, KI in die Kernsysteme einzubetten. Nur 27 % der Mitarbeitenden geben an, dass KI beim Management von Personal, Finanzen und Planung tief in die Kernsysteme ihres Unternehmens integriert ist. Doch die Menschen in Unternehmen, in denen die KI integriert ist, geben mit 1,7-mal höherer Wahrscheinlichkeit an, dass ihre Zeiteinsparungen erheblich sind. KI-Strategie und Personalstrategie müssen miteinander verknüpft werden. Das Ziel sind nicht noch mehr Tools, sondern bessere Arbeit.